Teil eines Werkes 
1. Theil (1829)
Entstehung
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Montpellier kamen, führte man ſie eben den letzten Gang. Es waren ihrer acht, an de⸗ ren Spitze der greiſe Vallier, der wür⸗ dige Genoſſe Eures heiligen Amtes, gieng. Seine Silberlocken flatterten im Winde und von ſeinem Angeſicht leuchtete die Ruhe und Heiterkeit der Engel. Keiner verläugnete ſei⸗ nen Gott, als der Abt Chaila, dieſer wü⸗ theriſche Prieſter, ſie zum Widerruf ihrer Irrlehre aufforderte. Alle ſtarben eines freu⸗ digen Todes. Manches Herz hat ihr glor⸗ reiches Ende im wahren Glauben befeſtigt und manches, das bisher verhärtet war, für die reine Lehre gewonnen. Sprich, mein Sohn, was iſt aus den übrigen Duldern geworden, welche die Schergen der Gewalt aus unſerer letzten Verſammlung in den Höh⸗ len des Gebirgs gefangen weggeführt haben? Der ungerechte Richter hat dieſe Opfer des Glaubens lebenslänglich auf die Galeeren ge⸗ ſchmiedet; ich ſah ſie an einer Kette, als ſie nach Marſeille abgeführt wurden. Hat kei⸗