Teil eines Werkes 
2. Theil (1829)
Entstehung
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Bruder André le Capucin alle irdiſchen Güter verſchmäht, um einzig und allein ſeinem heili⸗ gen Berufe zu leben, und da nichts ſeinen gerechten Kummer zu lindern vermögen wird, als die Errettung einer armen Seele aus den Stricken des Satans und den Schlingen des ketzeriſchen Unglaubens, ſo laſſet uns darauf ſinnen, geliebte Zuhörer, wie wir alsbald ein ſolches verlorenes Schaf in ſeine heiligen Hän⸗ de liefern mögen, damit er es zurückführe in den ſtets offen ſtehenden Schafſtall St.! Petri und in den Schoos der alleinſeligmachenden Kirche, denn unſer geliebter Freund achtet je⸗ den Tag für verloren, an dem es ihm nicht gelungen iſt, eine arme Seele zu bekehren, und ruft am Abend deſſelben mit dem heidni⸗ ſchen Kaiſer Titus ſchmerzlich aus: O, a- nici, diem perdidi. Ja, liefert ihm eine arme Seele! liefert ihm eine arme Seele! riefen die Dragoner lachend. Nenne uns eine arme Seele, die des geiſtlichen Zuſpruchs un⸗ ſeres würdigen Andréle Capucin bedarf, wer⸗