Teil eines Werkes 
Zweiter Theil (1828)
Entstehung
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Anmerkungen.

1) Daß ich von meiner Liebe geheilt bin, erkenne ich an der tiefen Ruhe, womit ich Deiner gedenke, weil Zorn immer nur Liebe zu hehlen pflegt. Zuͤrnen wir einer ungetreuen Geliebten nicht mehr, ſo lieben wir ſie auch nicht mehr.

2) In alten Zeiten waren die, mehr iſolirten, Hamburger, gleich Inſulanern, mitunter etwas rauh und altdeutſch, jezt aber iſt bey ihnen uͤberall Athen und Paris.

*) Sollte dieſe Bezugnahme Verzeihung finden? Denn, wer kennt jetzt noch einen verſchollenen Goking, einen Pfeffel, einen Gellert! Der Geiſ dieſer Tage heiſcht

gar andere Nahrung!

4) In damaligen, kraͤftigeren Zeiten galt der ſpartaniſche Grundſatz:Kinder werden ohne Schläge nicht groß! und mit Recht, denn die Jugend war zu kraͤftig um ſo fein zuͤchtiglich, wie die heurige, nach Worten und Mienen

ſich zu regeln, weshalb denn auch das Spruͤchwort: guter Wein gaͤhrt ſtark! bereits verſchollen iſt. In vorigen Zeiten ſaſſen daher die Manlſchellen c. p. ſehr lokker an den Zweigen der Haͤuslichkeit und ich kannte eine ſehr liebenswuͤrdige Jungfran, erſten Standes, die, von der hochachtbaren Mutter, einen Apoſtrophum der Art, als Braut und im 18ten Jahre und kurz vor der Hoch⸗ zeit mit einem hochgeachteten Manne, davon krug, weil ſie, ohne Arg, die Mutter um einen Huth oder Aufſatz ut. der doch fuͤr ſie zu jugendlich ſey.