derte Pataſch;
NA
„Das wird unſern jungen keuten große
Freude ſeyn.“ erwiederte der Oberrichter,
„denn nichts feiern ſie lieber als eine Hoch⸗ zeit; aber einen Monat Geduld haben mußt
Du noch, Andreas; um dieſe Zeit kommen wir in eine kleine Herrſchaft, wo wir volle SFreiheit haben, und wo unſere Ankunft al⸗
len Unterthanen ein Feſt iſt. Und noch eins:
biſt Du mit unſrer Sitte bekannt?— ehe Deinem Liebchen Hochzeit halten
Du mit kannſt, mußt Du mit ihr vor Gericht ſtehen,
und die ganze Rotte muß ausſagen, daß Du
Dich mit keinem andern Weibsbilde und daß
Anna ſich mit keinem andern Purſchen 463:923
ben hat.— „Wie ihr es fäͤr gut findet,“ erwie⸗
lich, ich koͤnnte mich in aller Stille zum erſten
beſten Prediger mit Annen begeben, und
es waͤre ja wohl genug, wenn es denn der Rotte bekannt gemacht wuͤrde!“
„Das Feſt laſſen ſich die jungen geuta
nicht nehmen,“ entgegnete Pataſch,“ und gnete
vom Freiſpruch könnte Dich nur die ganze
Rotte losſagen, und das wird ſie auch nicht. Erwapte die Zeit, und wir wollen ſe⸗
hen: ob Du damit unzufrieden ſeyn wirſt. Der Sreiir u nuß einige Zeit vorher gehalken
„indeſſen wuͤnſchte ich frei⸗ 3


