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fällig iſt; Sie ſehen hier Mitglieder des Conſulado vor ſich, denen eine runde Zahl mehr gilt, als zwanzig Bo⸗ gen Waſchwaſſer und eitel Wortgepränge.“
„Ohnedem ſind wir nun bereits das zweitemal wie Narren herausgeſprengt,“ meinte ein Anderer.
„Madre de Dios!' ſchrie der Oidor aufſpringend; doch ſein kälterer Gefährte, der Präſident, zog das kleine Männchen wieder nieder.
„Silencio, Senoria!“ flüſterte er ihm zu:„Ver⸗ geſſen Euer Herrlichkeit nicht, daß wir es mit ſpaniſch⸗ zähen Handelsleuten zu thun haben, oder, was dasſelbe ſagen will, Juden.“
„Mein Gott!“ brummte einer dieſer ſein ſollenden Juden:„Wir kannten den lieben Don Trueba, jetzt Prä⸗ ſidenten, als Studioſo, wie er mit dem Suppentopfe vor dem Marienkloſter zu Salamanca ſtand.“
„Und dann als Escribano,“ lachte ein Zweiter.
„Und dann als— des Principe de paz.“
Dieſes letztere Wort, ziemlich laut gewispert, hatte nun auch den Präſidenten des Finanzkollegiums außer Faſſung gebracht. Stotternd und zornſprühend ſah er die drei letzten Sprecher an.
„Zur Sache, zur Sache, Don Trueba!“ mahnten fünfzig Stimmen.
Die Kavaliere hatten die kecken Menſchen wie er⸗ ſtarrt angeſchaut, die zum Theil in abgeſchabten Röcken, langen Weſten und kurzen Inexpreſſibles, gegenüber ſo


