Teil eines Werkes 
2. Theil (1835)
Entstehung
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Als die Ankündigung der hohen Eintretenden die ge⸗ hoffte Stille unter der zahlreichen Geſellſchaft nicht be⸗ wirkte, erfolgte eine zweite aus dem Munde des Geheim⸗ ſekretairs, die wir, obgleich noch pompöſer, mit Still⸗ ſchweigen übergehen, da ſie unſerm Wiſſen keinen neuen Zuwachs geben kann.

Die drei hohen Ankömmlinge hatten mittlerweile ihre Plätze am obern Ende der langen Tafel genommen, und ſich in den hohen Armſeſſeln niedergelaſſen. Einen Augen⸗ blick legte ſich das Geſumſe, hob jedoch ſogleich wieder an.

Möchte doch wiſſen, bemerkte ein wahrhaft con⸗ fiscirtes Mohrengeſicht, mit einer Stumpfnaſe, in deren zwei Oeffnungen, die mehr Kanonenboten als Naſenlöchern glichen, ihr Beſitzer fortwährend Ladungen Spaniols zu ſtopfen bemüht war:Möchte doch wiſſen, warum man uns dieſen Einfaltspinſel Ruy Gomez herſendet?

Dieſen nil habemus Ruy Gomez, verſetzte ſein Nachbar ſo laut, daß das Prädikat die Ohren des Sub⸗ jektes erreichte.

Er ſieht ſich um, lachte der Panegyriſt,und wir erhalten eine ſchwarze Note in dem Bureau der ge⸗ heimen Polizei, deren Referendar er nun geworden, wie Sie wiſſen.

Meiner Seele! betheuerte ein Anderer:der ganze Kontinent geſperrt! Wir hätten jetzt einen herrlichen Sta⸗ pelplatz in der lieben Madre Patria für unſere Cochenille und Vanillas und Indigos. Man könnte ſie durch die