Teil eines Werkes 
2. Theil (1835)
Entstehung
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keit ausſtrömend, daß das Auge den Schimmer nicht auszuhalten vermochte. Weiter links ragte der Rieſe der mexikaniſchen Berge, der Popocatepetl, weit über die ganze ihn umgebende Welt empor, einen Wolkenflor um ſei⸗ nen ungeheuern Kegel ziehend, und weiter ſüdöſtlich ſtieg der Stern der mexikaniſchen Berge, der Orizava, gleich ei⸗ ner Geiſtergeſtalt in die Lüfte, die, rein und azurblau, die Rieſenberge in ihren zitternd-elaſtiſchen Vibrationen mit jedem Augenblicke näher zu bringen ſchienen. Im Rücken endlich verglomm der waldbekränzte Malinche mit ſeinem hehren Baumwuchſe und ſeinen grandiöſen Barran⸗ cas in die matte Dunkelheit.

Die außerordentlichen Kontraſte der herrlichſten, nun in der Februarfriſche grünenden und blühenden Vegeta⸗ tion, mit den großartigen Bildern der erhabenſten Alpen⸗ welt, hatten für einige Minuten den Jüngling in ſprach⸗ loſem Dahinſtarren feſtgehalten; ein leichtes Geräuſch hin⸗ ter ſeinem Rücken weckte ihn aus ſeinen Betrachtungen, und verurſachte einen Satz, der weniger halsbrecheriſche Behendigkeit als ſeine früheren Sprünge, aber ungleich mehr Geiſtesgegenwart verrieth.

Picaro gojo! ſchrie der Meſtize, deſſen Machetto, ſtatt der Bruſt des Jünglings, ſeine Manga durchbohrt hatte.

Maledito Gachupino! fiel der Andere ein, der ſeine Keule gleich vergeblich geſchwungen hatte.

Der Angriff der beiden Gauner war ſo unerwartet