Chefs der Patriotenkorps, unter denen Vitkoria, Guerero, Bravo, Oſſourno, hatten ſich ſeinen Befehlen unterworfen, und das moraliſche Uebergewicht ſeines Namens ſchien endlich bewirken zu wollen, woran es ſeit dem Tode Hidalgos gefehlt hatte, Uebereinſtimmung in den Kriegsoperationen der Patrioten, und eine Disziplin unter ihren Truppen, die dem Lande Vertrauen einflößen konnte.
Auf dieſen Mann nun begann Mexiko die Augen ſehnſuchtsvoll zu richten. Er oder keiner, das war der allgemeine Glaube, konnte das Land befreien. Tauſende von Creolen hatten ſich bereits an ihn angeſchloſſen, und Tauſende waren auf dem Punkte dieſem Beiſpiele zu fol⸗ gen. Der Enthuſiasmus nahm ſtündlich zu, und ſelbſt der gewiſſe Tod der jeden traf, der auch nur Wünſche für Mexiko laut werden ließ, konnte die Aufregung unter der jüngern creoliſchen Bevölkerung nicht ſtillen. Die rei⸗ fere Mehrzahl ſchwankte jedoch noch immer unentſchloſſen. Gänzlich in der Gewalt der Spanier, denen ſie ſich, um Schutz vor den wüthenden Horden Hidalgos zu finden, in die Hände liefern mußten, und argwöhniſch von dieſen bewacht, fehlte es ihnen eben ſo ſehr an der Kraft, ſich ihren Tyrannen zu entziehen, als am Willen ſich an die neuen Befreier anzuſchließen. Der mißlungene Verſuch Hidalgos hatte ihr Vertrauen auf die Möglichkeit einer Befreiung erſchüttert, die Grauſamkeiten der India⸗ ner gegen ihre Brüder ihre Begeiſterung eingeſchüchtert. Noch gellte ihnen das Wuth⸗ und Rachegeſchrei der


