Teil eines Werkes 
1. Theil (1835)
Entstehung
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der, herabſahen, hatten dieſe, ſo zu ſagen, den Haß gegen die Spanier mit der Muttermilch eingeſogen. Weit entfernt die Rechte ihrer Väter nach dem Buchſtaben der königlichen Verordnungen zu genießen, waren ſie ſchon durch ihre Geburt in dem zinsbaren Lande, in den Volkshaufen zurückgeſtoßeen, um durch immer wieder und wieder ſich erneuernde Scharen gieriger und hochmüthiger Beamten, die in Lumpen kamen, und mit Hunderttau⸗ ſenden das Land verließen, ausgeſogen zu werden. Im Beſitz der ſchönſten Ländereien und ſeiner unermeßlichen unterirdiſchen Reichthümer, hatte ſelbſt Beſitzthum bei ihnen ſeinen Reiz verloren; denn des Spaniers Willkür kannte kein Eigenthumsrecht, und er war im Namen ſeines königlichen Meiſters der unumſchränkte Herr alles Eigenthumes. Ein ſolcher Zuſtand hatte mit der ſchmerz⸗ lichſten Erbitterung endlich den Wunſch nach Befreiung von dieſer ſchamloſen Herrſchaft allgemein erregt, und durch die Verſchwörung waren auch alle Anſtalten dazu getroffen geweſen. Sie ſollte, wie geſagt, an einem Tage über ganz Mexiko ausbrechen, und unmittelbar ſollten Creolen an die Stelle der zur Verhaftung beſtimmten, ſpa⸗ niſchen Regierungsbeamten treten, die Seehäfen zugleich beſetzt werden, und ſo durch Abſchneidung jeder Unter⸗ ſtützung von dem benachbarten Cuba, die königliche Re⸗ gierung gewiſſermaßen in ihrem eignen Netze gefangen und erſtickt werden. An dem erwähnten unglücklichen Verrathe eines Prieſters, ſcheiterte der ganze Plan und