Teil eines Werkes 
1. Theil (1835)
Entstehung
Einzelbild herunterladen

241

indianiſche Bevölkerung ſchließt ſich an den geliebten Cura an; in wenigen Stunden iſt der Haufe der Empörer auf einige Tauſende geſtiegen, wozu auf dem Zuge nach Mi⸗ guel el Grande achthundert Rekruten vom Regimente des Kapitains ſtoßen. Unaufhaltſam vordringend, wirft ſich die losgelaſſene Rotte mit den Worten: Tod den Gachu⸗ pins! auf San Filippe; in drei Tagen ſteigt ſie auf zwanzigtauſend; zu Zelaya angelangt, ſchließt ſich ein mexikaniſches Infanterieregiment mit einem Theile des Ka⸗ vallerieregimentes del principe an ſie an. Weiter fort⸗ ſchwellend, wirft ſie ſich, unter dem ſteten Rufe: Tod den Gachupins! auf Guanaxuato, der reichſten Stadt Mexiko's, wo eine dritte Truppenabtheilung ſich zu ihr ſchlägt. Von allen Seiten ſtrömen nun die Indianer her⸗ bei, und die Horde wächst auf fünfzigtauſend an. In Guanaxuato wird die feſte Alhondega*) im Sturm genom⸗ men, die ſämmtlichen Spanier und Creolen, die ſich mit ihren Schätzen dahin geflüchtet, niedergemacht; über fünf Millionen harte Piaſter fallen den Aufrührern als Beute in die Hände. Der Fall dieſer Stadt zieht eine ungeheuere Menge Indianer aus allen Theilen des Rei⸗ ches herbei; die Horde ſteigt auf achtzigtauſend Mann, worunter aber kaum viertauſend Gewehre ſind. Unauf⸗ haltſam dringt ſie über Valladolid nach Mexiko vor, wirft den Oberſten Truxillo bei Las Cruces über den Haufen,

*) Alhondega de granadilas, ein Getreidemagazin.