Teil eines Werkes 
1. Theil (1835)
Entstehung
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Kränkung, als dieſe letzte Herabwürdigung das Land, bei aller ſeiner Herabwürdigung, noch nicht erfahren hatte. Der Unwille über dieſe königliche Zumuthung war allge⸗ mein, und das Dekret wurde einſtimmig und öffentlich

verbrannt. Mit gerechter Entrüſtung gewahrte jedoch das⸗ ſelbe Volk, daß gerade diejenigen, die ſich ihrer Loyali⸗ tät und Anhänglichkeit an die königliche Perſon und ihr Haus am meiſten gerühmt hatten, die erſten waren, die ihre Treue auf den neuen Herrſcher zu übertragen ſich be⸗ eilten. Alle Regierungsbeamte, beinahe alle Spanier, hatten eilig Anſtalten getroffen, das Land dem neuen Herr⸗ ſcher zu überantworten, ohne auch nur zu fragen, ob es auch wolle. Ein einziger hatte einen ehrenvolleren Ausweg eingeſchlagen Iturrigaray, der Vicekönig. Den feigen und niederträchtig⸗verſchmitzten Charakter ſeines gefangenen Gebieters wohl kennend, hatte er den Plan gefaßt, Me⸗ xiko, dem Wunſche ſeiner Bevölkerung gemäß, demſelben zu erhalten; eine Junta, zuſammengeſetzt aus Spaniern und den angeſehenſten Mexikanern, ſollte eine Volksreprä⸗ ſentation bilden, die bis zur Ankunft beſtimmterer Befehle aus Europa das Land vor allen gewaltſamen Erſchütte⸗ rungen bewahren ſollte. Der Entwurf hatte den Beifall aller Gutgeſinnten Mexiko's erhalten. Alle ſahen mit Frohlocken dem Zeitpunkte entgegen, wo ſie endlich auch in den öffentlichen Angelegenheiten ihres Landes mitſpre⸗ chen ſollten. Der Jubel war allgemein; aber mitten unter

dieſem Jubel, mitten unter dieſen Vorbereitungen zur Der Virey. I. 16