Teil eines Werkes 
2. Bändchen (1834)
Entstehung
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üppigen Waizen⸗ und Wälſchkornfeldern, und auf den Wieſen an die ſechzig der ſchönſten Melkkühe, mit Käl⸗ bern, Pferden und Füllen, nicht zu gedenken der Frucht⸗ gärten, die unter der Laſt von Aepfeln, Birnen und Pfirſichen zu brechen drohen. Um das Haus herum tummeln ſich ein halbes Dutzend Jungens und Mädchen von hellrother Geſichtsfarbe, und herausgeputzt, als wä⸗ ren ſie ſo eben aus Stubbs Laden zu Philadelphia ge⸗ kommen. Am Sonntage leſen ſie ihre Bibel, oder ſat⸗ teln ſich ihre Pferde, und begleiten Miſtreß Tomahawk zur Kirche; dem Häuptlinge, der ziemlich behaglich und comfortabel ausſieht, leſen und erklären ſie die Zeitungen, und der alte Tomahawk rühmt ſich, daß ſeine Buben beſſere Mediciner geworden ſind, als die der Weißen. Und er iſt noch ſtark in Zweifel, ob ſeine zwei älteſten Söhne Advokaten oder Doktoren werden ſollen. Zwei⸗ mal jedes Jahr macht Miſtreß Tomahawk eine Tour nach Eincinnati auf ihrem ſechsſpännigen Wagen, der, mit Butter, Ahorn⸗Zucker, Käſe, Mehl und Früchten beladen, einen Zug darbietet, den kein Gouverneur auf⸗ weiſen kann. Sie hat ſtets zwei ihrer Söhne als Vor⸗ reiter bei ſich. Und ſie iſt eben ſo ſehr das Schrecken der Marktinſpectoren allda geworden, als ſie das Orakel und der Liebling aller Marktweiber und Männer iſt.