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Squire war nicht gering, als er plötzlich ein junges, hübſches Weib— Jemmy hatte ſich in den zwanzig Ta⸗ gen ihrer Zurückgezogenheit wieder abgerundet— und
einen kräftig blühenden Wilden, wie ein Gentleman ge⸗
kleidet, in ſeine Stube treten ſah. Jemmy jedoch ließ ihm nicht lange Zeit zur Verwunderung, ſondern wandte ſich ohne weitere Umſchweife zu ihrem Begleiter und ſprach: Tomahawk! du haſt während der fünf Jahre meiner Bekanntſchaft mit dir ſo viel geſunden Menſchen⸗ verſtand an den Tag gelegt, daß ich alle Hoffnung habe, aus dir einen Mann zu bilden, und ſo habe ich mich denn entſchloſſen, aus dir einen Mann zu machen. Tomahawk wußte nicht, ob er wache oder träume, und ſo ging es dem Squire; aber das ausdrückliche Verlangen, ſie, Jemima O' Dougherty, ehelich mit To⸗ mahawk, dem Häuptling der Shawneeſe, zu verbinden, und zwei blinde Silberdollars beſeitigten alle Zweifel, und der Friedensrichter ſprach die Eheformel über ſie aus, und vereinte ihre Hände. Der Segen war bereits geſprochen, und noch immer begriff der arme Wilde nicht, was das Ganze zu bedeuten habe; als aber Jemmy ſeine Hand faßte, und ihm eröffnete, ſie ſei nun ſein Weib und er ihr Mann, da war ihm, als wäre er ſo eben aus den Wolken gefallen. Er tanzte im Zimmer


