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nen Jubel ſtimmten Mutter, Squaws und Männer ſammt und ſonders mit ein. Es war mit einem Worte ein Freudenfeſt für den armen Häuptling, das noch glän⸗ zender ausgefallen wäre, hätten er und die Seinigen mehr Feuerwaſſer gehabt.
Feſt und beſtimmt jedoch, als der Entſchluß Jemi⸗ ma's war, ließ es ihre Klugheit nicht zu, dem verlieb⸗ ten Wilden ſein Spiel allzu leicht zu machen; nein, ſie erholte ſich lange Zeit Rathes, ehe ſie ihm auch nur die entfernteſte Hoffnung machte. Zwanzig Tage war ſie bereits mit Tomahawks Mutter eingeſchloſſen, wäh⸗ rend welcher Zeit der arme Häuptling ſie nur zweimal zu ſehen bekam. Endlich am ein und zwanzigſten Mor⸗ gen wurde er in die Gegenwart der Souverainin ſeines Herzens berufen. Er kam, wo möglich noch bunter her⸗ ausſtaffirt, als bei ſeiner erſten Bewerbung; ſtammelnd trug er ihr ſeine Wünſche vor. Jemima hörte ihn ernſt, wie ein Oberrichter, an; nachdem er ſeine Rede geen⸗ digt hatte, wies ſie ſchweigend auf den Tiſch hin, auf welchem ein vollſtändiger Anzug von amerikaniſcher Klei⸗ dung lag. Tomahawk kehrte jauchzend in ſeine Hütte zurück, und erſchien nach einer halben Stunde, ein ganz anderer Menſch, vor ſeiner Gebieterin. Er ſah wirklich nicht uneben aus; ein wohlgeſtalteter Junge von kräftig


