Teil eines Werkes 
1. Bändchen (1834)
Entstehung
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Wir waren nun vor Richards Hauſe angelangt. Ich zog mich bald auf mein Zimmer zurück. Mehrere Briefe von meinem Aufſeher lagen vor mir; wahrlich, es iſt hohe Zeit, dieſes Wanderleben aufzugeben.

Das Abendeſſen war trefflich, die Weine ausgeſucht; es wollte jedoch nicht munden. Meine Freunde waren in der beſten, herrlichſten Stimmung, beſonders Clara; aber ich wollte nun dieſen Abend elend ſein, und zog mich frühe mit einem Packet Zeitungen zurück.

Ja, der Red⸗River kommt morgen zwölf Uhr hier vorbei, auf ſeinem Wege nach Alexandria; ich will mit, und einmal wieder ſehen, was die Meinigen treiben.

Es war Morgens neun Uhr, als ich, mit dieſem löblichen Vorſatze ausgerüſtet, in meinem Morgenanzuge und Pantoffeln die Stiegen herabkam. Ich weiß nicht, wie es geſchah, daß ich, ganz gegen meine ſonſtige Ge⸗ wohnheit, mein Frühſtück nicht aufs Zimmer beordert hatte. Als ich den Corridor zum Speiſeſaal hinantrat, hörte ich meinen Namen. Ich ſtand ſtille.Der Hor⸗ cher an der Wand, fiel mir ein, hört ſeine eigne Schand'; doch ich wollte einmal meine Schande hören. Es war Claras Stimme.

Aber mit Emilien geht es nun und nimmermehr,