Teil eines Werkes 
1. Bändchen (1834)
Entstehung
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Heirathen geht; aber hier war nichts zu bedenken. Heirathen? wiederholte ich; ja, das würde ich gethan haben. Von dem erſten Augenblicke, da ich ſie ſah, war ich dazu entſchloſſen; ſie oder keine ſollte meine Le⸗ bensgefährtin werden. Ich getraue mir zu behaupten, daß ich dieſe vortreffliche Seele durchblickte. Ich war

unempfindlich gegen ausgezeichnetere Schönheiten, unzu⸗

gänglich nach längerer Bekanntſchaft; ſie aber würde mir nach Jahren eben ſo erſcheinen, denn es iſt ein offenes Gemüth, das ihrige. Unſre Augen und Herzen begeg⸗ neten ſich; ihre Seele lag aufgeſchlagen vor mir, dieſe edle, feſte, reine und ſelbſtſtändige Seele. Vor ihr ein Geheimniß zu haben ,würde mir unmöglich ſein; je⸗ den ihrer Gedanken, ihrer Wünſche würde ich errathen haben; offen würde ich mich hingeben. Sieh! würde ich ſagen, ſo bin ich; dies ſind meine Gebrechen, dies meine Tugenden, willſt du mich? Wohl! beide ſollen mir helfen, dich glücklich zu machen. Achtung vor ihrem Seelenadel, vor ihrem Verſtande würde mich dieſe Sprache führen machen, und ſollte mich durch mein ganzes Leben begleiten. und auf dieſe Grundlage wollte ich mein und ihr Glück bauen. Sie iſt das erſte Weſen, das mir begegnete, vor dem ich mich ganz, wie ich bin, zeigen könnte.