Teil eines Werkes 
1. Bändchen (1834)
Entstehung
Einzelbild herunterladen

- 463

das Halstuch umwarf, ſo wie er ſeinem Schecken die Schabracke überwirft. Kein Zweifel konnte vernünftiger Weiſe mehr obwalten; aber ich war nun wieder in meine ſchlimme, beinahe giftige Laune verſetzt. Wer würde es auch nicht ſein?

Dann hätteſt du dir aber auch deine freundſchaftliche Mühe, mir den Pfeil ins Herz zu drücken und mich mit ihr bekannt zu machen, erſparen können, fuhr ich bitter heraus.

Das hätte ich gewiß unterlaſſen, wenn ich dich er⸗ ſtens für ſo kindiſch und romanhaft empfänglich gehalten, und dann die wahre Lage der Dinge gewußt hätte.

Du haſt ſie nicht gewußt? und doch bin ich beinahe mit Haaren herbeigezogen worden.

Ich bedaure dies noch immer nicht, fiel Richards ein; haben wir doch nun Hoffnung, dich ſtätig zu ſe⸗ hen. Fürwahr, dies Umherziehen dauert zu lange.

Ich blickte ihn an; er war meiner Frage ausgewichen. Seine Frau jedoch hob den ihm hingeworfenen Hand⸗

ſchuh auf.

Fürwahr, hätten wir nur ahnen können, daß Sie, der ewige Jude, Luſt zum Heirathen bekämen! aber wer kann ſich auf Sie verlaſſen, und Sie wiſſen, die Tante iſt nun einmal zum Heirathmachen geboren. Wir haben