Teil eines Werkes 
1. Bändchen (1834)
Entstehung
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Ich ſteige die Treppe hinan, und verweile auf der Te⸗ raſſe. Noch eine Weile. Ich nähere mich der Thüre. Beinahe ſcheint es mir, als ob ich überflüſſig ſei. Wie⸗ der halte ich. Endlich fällt meine Hand auf den Drücker, die Thüre geht auf. Ich ſehe ſie beide Arm in Arm verſchlungen, ohne geſehen oder bemerkt zu werden. Ich will mich zurückziehen. Doch nein— ſolch ein An⸗ blick iſt nicht oft wieder zu ſehen. Wie ſie ſich um⸗ ſchlungen halten! Es iſt ein herrliches Paar. Er eine wahre Apollogeſtalt, mit einer Adlernaſe, feurig ſchwar⸗ zen Augen, in denen man ſich nicht ſatt ſehen kann, denn mit jedem Blicke ſieht man tiefer in eine freie Seele, die ein wenig ſtolz und ſelbſtbewußt, aber männlich und feſt iſt. Als er ſo da ſtand, ſein Weib in ſeine Arme geſchloſſen, ſeine Lippen an die ihrigen gepreßt.— Sie das Modell einer Hebe, mit den ſanften, weichen und doch ſo begehrenden, mädchenhaften Zügen, wie ſie ſo ſtand, oder vielmehr hing in ſeinen Armen, zu ihm auf⸗ blickend mit dem reizend vertrauenden Geſichte, ihr gan⸗ zes Weſen zitternd vor Freude und ſüßem Verlangen. Ich wollte, ich hätte ſie nicht unterbrochen. Sie ſahen mich jedoch nicht; ſie hatten zuviel an ſich zu ſehen. Sein Auge ſchien nun etwas zu ſuchen; er blickte im Zimmer umher, und ſie, mit Erröthen ſeine Hand faſſend,