— 4124—
ſich, etwas Näheres über den Aufenthalt des Knaben aus ihm herauszubringen; aber allen Fragen ſetzte er ein hartnäckiges Stillſchweigen entgegen. Der Neger⸗ knabe erkannte ihn nicht. Zuletzt gab er zu verſtehen, daß bloß die Hoffnung, Geld vom Vater herauszulocken, ihn zum Schreiben des Briefes vermocht habe. Kaum war jedoch dieſe Ausſage zu Protokoll genommen, als er ſich mit einem teufliſchen Hohnlachen zum Vater wandte und ihm zuflüſterte: Ich will euch doch noch elender machen, als ihr mich zu machen im Stande ſeid. Zugleich bedeutete er ihm, daß er an einem gewiſſen Orte die Kleider ſeines Sohnes finden würde.
Der Vater reiste mit einem der Conſtables an den bezeichneten Ort, fand richtig die Kleider, und kehrte
nach Natchez zurück. Der Beſchuldigte wurde neuer⸗
dings vor die Schranken geführt, und verſicherte nach vielen Widerſprüchen, daß das Kind noch am Leben, wenn man ihn aber länger im Gefängniſſe behalten würde, dem Hungertode ausgeſetzt ſei.— Nichts in der Welt konnte ihn bewegen, auch nur eine Sylbe für weitere Aufklärungen von ſich zu geben.
Die Quarter⸗Seſſions waren mittlerweile herange⸗ kommen. Eine ungeheure Menſchenmenge hatte ſich ver⸗ ſammelt. Man hatte Alles aufgeboten; Verheißungen,


