Teil eines Werkes 
3. Theil (1833)
Entstehung
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ausgefüllt, gleichfalls nur während der heißen Sommers⸗ zeit einen fortwährenden Luftzug zu unterhalten. 8 Im Hintergrunde waren zwey andere ziemlich große Gebäude, von denen das eine zur Wohnung der Wirth⸗ ſchaftsbeamten, das andere zur Aufnahme der Colonial⸗ produkte der Pflanzung beſtimmt zu ſeyn ſchien, und an dieſe beyden ſchloſſen ſich zwey Reihen kleinere aber nicht unwohnliche Blockhäuſer für die ſchwarze Bevölkerung der Pflanzung an, hinter welchen eine meilenbreite Fläche gegen die Cypreſſenwälder hinablief, aus der ein kahler, blätter⸗, rinde⸗ und zweigloſer Wald ungeheuerer abge⸗ ſtorbener Bäume emporſtarrte, der in längliche Vierecke abgetheilt, in ſeinen weiten Zwiſchenräumen mit hoch aufgeſchoſſenen breiten Stauden bepflanzt war, deren verdorrte Blumenkronen noch hie und da die aufgebroche⸗ nen Kapſeln der zarten weißen ſogenannten Baumwolle ſe⸗ hen ließen, mit welchen abwechſelnd mit Mais die Felder bepflanzt geweſen waren. Der größte Theil dieſer Kotton⸗ und Wälſchkornfelder war augenſcheinlich dem Cypreſſen⸗ ſumpfe abgenommen und durch Gräben getrocknet worden, und der Contraſt mit dem üppigen undurchringlichen Urwalde und dem bodenloſen Sumpfe, gab ein anſchau⸗ liches Bild von dem Kraftaufwande, den es erfordert haben mußte, um dieſe herrliche Pflanzung der furcht⸗ baren Wildniß abzugewinnen, und ſo allmählig aus einem Verſtecke reißender Thiere ein fürſtliches Beſitzthum zu ſchaffen. 3