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„Der Miko— fuhr der Indianer fort— ſpricht bloß was die Freunde und Feinde Lafittes ſagen. Sieh— ſprach er, indem er aus ſeinem Gürtel die Proklamation hervorzog, und ſie vor dem Piraten aus⸗ breitete— der Vater der Weißen hat einen Preis von vielen Dollars auf ſeinen Skalp geſetzt. Er nennt ihn einen Dieb.“
Der Seeräuber hatte mit diplomatiſchem Gleichmuth zugehört. Kaum eine Miene verzog ſich in ſeinem Ge⸗ ſichte.„Dieſer elende Fetzen Papier iſt denn die Ur⸗ ſache eurer heimtükiſchen Retirade,“ verſetzte er endlich mit Verachtung.„Dieſe elenden fünfhundert Dollars, wollt ihr ſie verdienen? Hier ſind tauſend zehnmal tauſend.“
Der Indianer ſchien beleidigt.„Lafitte, ſprach er, iſt im Wigwam des Miko der Oconees, und er mag in Sicherheit ſchlafen. Die Oconees ſind arm, ihr Reich⸗ thum iſt das Feuergewehr und der Pfeil, mit denen ſie das Büffalor und den Hirſch jagen; ſie bedürfen des Reichthums Lafitt's nicht; wenig würde er auch unter ihnen finden. Ihre Pfade müſſen denn in verſchiedener Richtung gehen.“
„Ich dachte Tokeah wäre ein Mann“, ſprach der Seeräuber, der ſich eine Kaltblütigkeit aufdrang, die ihm augenſcheinlich ſchwer wurde.„Ich dachte, er wäre ein braver Feind, der das Unrecht, das die Weißen ihm zugefügt, nicht vergeſſen hätte; ich ſehe, ich habe mich


