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„Mein Bruder', fuhr dieſer fort,„hat die Augen des Miko lange getäuſcht, aber der große Geiſt hat ſie ihm geöffnet, um ſein Volk vor dem zu bewahren, der ſeiner und der Gebeine ſeiner Väter ſpottet.— Sieh“, ſprach er, und ſeine hagere Geſtalt ſchien ſich ins Rieſenartige zu verlängern, indem er auf die Mondesſichel hin⸗ wies, die über den Gipfeln der Bäume ſchwebte;„dieſes große Licht ſcheint auf den Ufern des Natchez und es ſcheint über den Dörfern der Weißen; weder der Häuptling des Salzſees noch der Miko der Oconees haben es ge⸗ macht; es iſt der große Geiſt, der es angezündet. Hier— indem er auf das ſchlanke Palmettofeld hinwies, deſſen Säuſeln wohltönend zu ihnen herüberrauſchte— ſeufzet der Athem der Ahnen des Miko; in den Wäldern wo er geboren wurde, heult er im Sturme; beyde ſind der Athem des großen Geiſtes, die Winde, die er in den Mund unſrer Voreltern legt, die ſeine Boten ſind. Der große Geiſt hat die Haut Tokeah's roth, die ſeiner Feinde weiß gefärbt„ er hat ihnen zwey Zungen gege⸗ ben, und ſie verſtehen ſich nicht; aber der große Geiſt verſteht ſie und er erhört die Bitten der weißen und der rothen Männer; ſie liſpeln mit verſchiedenen Zungen, ſo wie hier unſer Rohr liſpelt, und unſre Eiche im Ge⸗ burtsland des Miko knarret und kracht. Höre!“⸗ ſprach er nun, und wieder richtete er ſich auf lang und lang⸗ ſam, und ſeine verwitterte Geſtalt glich einem Weſen jener Welt;„der Miko der Oconees hat euer Le⸗


