—=373 6—
„General Morſe wird ſo gut ſeyn,“ verſetzte freund⸗ lich der Vater;„ich will unterdeſſen in die Apotheke, um für Joſepha eine Arznei zu bereiten.*) Sie iſt krank.“
„Wie, die arme Joſepha krank?“
„Seit vorgeſtern,“ verſetzte der Vater; ves geht ihr aber beſſer, ich war ſo eben bei ihr. Ich wollte Dir geſtern nichts davon ſagen, ſte war ſchlimm daran. Ich würde ſie ſehr ungerne verlieren.“
„Darf ich mit Dir, ſie zu beſuchen?“
„Wenn Du willſt.“
„Und ich auch?a fragte der General.
„Wenn Sie wollen.“
*) In der Regel haben Pflanzungen nicht nur Hausapo⸗ theken, ſondern die größern auch eigene Aerzte. Von den weniger bedeutenden vereinigen ſich gewöhnlich mehrere, um einen Arzt ausſchließlich für ſich und ihre Sklaven zu unterhalten. Daſſelbe iſt der Fall mit Predigern. Auf jeder größeren Pflanzung be⸗ findet ſich eine Hauskapelle, in der der Hausgottesdienſt gehalten wird. Wenn kein Prediger da iſt, verrichtet der Hausherr, im Fall er Mitglied der Episcopalkirche iſt, den Gottesdienſt. Auf den Pflanzungen, die ſich in der Nähe einer Stadt befinden, er⸗ halten die Neger an Sonntagen ihre Päſſe, um den Gottesdienſt in der Stadt zu beſuchen. Häufig tritt der Fall ein, daß Prediger zehn und zwanzig Meilen herbeigeſchafft werden, um die Leichen⸗ predigt für einen abgeſchiedenen Schwarzen zu halten.


