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aber die frei gelaſſenen Schwarzen es nicht ganz ſo ſind, dann glauben Sie mir auf mein Wort, muß die Schuld die ihrige, nicht die unſrige ſeyn. Aber Sie,“ fügt er hinzu,„ſcheinen eine jener großartig ſtarken Seelen, die Andern übermenſchliche Opfer und Ent⸗ ſagungen um ſo leichter zumuthen, als ſie Ihnen ſelbſt nichts koſten. Wenn unſere Mitbürger, wie geſagt, ein Vorurtheil gegen dieſe Farbigen haben, dann ſeyn Sie verſichert, daß Gründe vorhanden ſind— einen habe ich Ihnen angegeben.“
„Gründe? keine Gründe,“ ſprudelt Vergennes heraus.„Sie erklären ja ſelbſt die Ehe mit Farbigen ungültig, die öffentliche Meinung verdammt ſie.“
„Aber Sie werden doch nicht wollen, daß eine ganze bürgerliche Geſellſchaft dadurch, daß ſie die Ehe mit einer ſo bedeutenden Maſſe unehelich abgeſtammter Miſchlinge ſanctionirt, ſich ſelbſt das Schandmahl aufdrücke?“ Doch die Worte waren bereits von allen Seiten überſchrieen.
„Sie werden doch nicht wollen, daß unſere Mit⸗ bürger Farbige zu ihren Frauen nehmen!“ ruft Mistreß Houſton.
„Warum nicht?“


