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Ein mitleidiges Lächeln, das auf allen Geſihiern ſpielt, iſt die Antwort.
„Sie kennen dieſe Rage nicht, Monſteur Vergen⸗
nes, Sie haben Ihre Anſichten aus den franzöſiſchen Romanen Dumas' und Victor Hugo's, und ihren Clubbs geſchöpft, lernen Sie ſie in der Wirklichkeit kennen, dann werden Sie anders reden.“ „Ah Mister Richards, das mag ſeyn,“ fällt Ver⸗ gennes ein;„aber Sie geben mir auch zu, daß das Vorurtheil Ihrer Mitbürger unbezwingbar iſt. Selbſt dieſe Emancipation in den nördlichen Staaten! Nen⸗ nen Sie das Emancipation, wo der Farbige bloß dem Namen nach frei iſt, aber nie in den Schranken mit Weißen treten darf, weder in bürgerliche noch poli⸗ tiſche,— zum Betteln oder Dienen verdammt iſt, ein unauslöſchlicher Makel ihm anklebt, ſelbſt wenn er aufgehört hat, ſchwarz oder farbig zu ſeyn, weiß ge⸗ worden iſt, wie Sie oder ich? Weiſet ihm ſein Stamm⸗ baum auch nur einen Tropfen ſchwarzen Blutes nach, ſo iſt er gewiſſermaßen gebrandmarkt, er darf an kei⸗ ner Tafel, in keinem Theater, keiner Kirche erſcheinen. Nennen Sie dieſes Freiheit?“
„Wer Ihnen das geſagt hat, hat Sie übel berich⸗


