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vieles, ja das Meiſte beitrugen, mich mit dem Skla⸗ venthume zu verſöhnen, indem ſie mir beim erſten Anblicke die Ueberzeugung aufdrangen, daß der Weiße, ſich ſelbſt überlaſſen, unmöglich dieſes Land der Cul⸗ tur gewinnen könne.“— Er fuhr nach einer Weile fort:„Ich hatte viel Entſetzliches geſehen, als ich in Louiſiana vor neun und zwanzig Jahren ankam, aber nie ſo etwas Grauenerregendes, als dieſe unabſeh⸗ baren Flächen von Sumpf und Schlamm und Moraſt, dieſe Tauſende vermodernder Baumſtämme, mit Tau⸗ ſenden von Alligatoren, dieſe gräßlichen Wolken von Musquitos; überhaupt dieſes Chaos einer erſt be⸗ ginnenden Geſtaltung. Ein ſolches Land der Cultur zu gewinnen, ſchien mir etwas ſo Ungeheures!— daß ſelbſt das Furchtbare der Sklaverei dagegen ver⸗ ſchwand, in meinen Augen gerechtfertigt ward.“
Es liegt ſehr viel Wahres in dieſer Bemerkung— obwohl, wenn unſer Sklaventhum keine poſitiveren Rechtsverhältniſſe aufweiſen könnte, es kümmerlich genug darum ſtände.
„Ja, Herr Graf, Sie riefen oft aus: mein Gott, in dieſem Lande ſollen wir leben!“ ſchaltet Amadee ein.
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