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Sprache, Ton, Haltung, Kleidung, Alles verräth den gebornen Ariſtokraten jenes alten Regime, bei dem Leidenſchaften und Thränen längſt verſtegt ſind. Chevalier d'Ecars ſagt, er habe herbe Tage in ſeinem Leben geſehen. In ſeiner Jugend am Hofe Ludwig XVI. und Vertrauter einer der Brüder des Königs, ſoll er nach dem Tode des unglücklichen Monarchen in wich⸗ tigen Aufträgen gebraucht worden ſeyn, die Aufſtände in der Vendee mit organiſiren geholfen, gegen die Weſtermanns, die Marceaus, die Dumas und Hoches ggefochten haben, war, als Alles verloren, außer der Ehre, nach England— und von da nach Amerika entwichen, wo ſeine Familie noch aus früheren Zeiten her eine bedeutende Schenkung an Ländereien in den Attacapas beſaß. Auf dieſer hat er eine Pflanzung gegründet, die zu der bedeutendſten in Louiſtana ge⸗ hört, und ſich durch muſterhafte Zucht und Ordnung auszeichnet. So lieb ſoll ihm ſein neuer Wirkungs⸗ kreis geworden ſeyn, daß er es abſchlug, nach Frank⸗ reich zurückzukehren, wo ihm nach der Reſtauration ſeine Familiengüter mit einer bedeutenden Entſchädi⸗ gung von der Milliarde heim fielen. Welche immer die Gründe ſeyn mögen, die ihn


