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goldenen Hochzeit getanzt, dann blinde Kuh geſpielt, wie— wie!— doch ſie hat keine Zeit mehr zu erzäh⸗ len, denn vor allen Pflanzungen, vor allen Gallerien Geſichter, die ſie erkennen, ihre Freude durch laute Zurufe, durch Händeklatſchen, durch Schwenken der Sacktücher zu erkennen geben. Die Scene wird immer lebendiger, wie unſer fliegender Gaſthof weiter hin⸗ aufbrauſet. Auf einmal wird Louiſe geſpannt, auch Julie, ihre Blicke haften auf den mit Immergrün⸗ Eichen bekrönten Bluffs, die zwanzig Fuß über den Flußufern die rothen Fluthen überwölben, ſich darin abſpiegeln.
„Dort, ja dort—“ ſtockt Louiſe, unfähig ein Wort mehr hervorzubringen.
Die beiden Weiberchen ſchauen, und ſchauen, als wollten ſte durch den Waldesvorſprung bohren. Thränen dringen ihnen in die Augen.
„Da iſt unſer Hafen,“ flüſtert Louiſe mit vor Wonne und freudigem Erwarten erſtickter Stimme. Ich hatte den Arm um mein Weib gelegt, ihr Körper⸗ chen zitterte vor Verlangen.— Noch eine Pflanzung, von der uns eine Begrüßung herüber zugerufen wird, aber weder Louiſe noch Julie ſehen oder hören. Das


