Teil eines Werkes 
10. Theil, Lebensbilder aus der westlichen Hemisphäre : in fünf Theilen (1846)
Entstehung
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„Das ſollen ſie nicht, bei meiner Seele! das ſollen ſie nicht. Gott v— e mich, ſage ich, wenn ſie das ſollen. Glücklich ſollen ſie ſeyn, das glücklichſte Weib, ich der glücklichſte Mann; ich ſchwöre es ihnen. Glücklich ſollen ſie ſeyn.“

„Sie richtet ihre thränenfeuchten Augen auf mich, und ſchaut mich an, ob es mir auch Ernſt ſey. Auf einmal reißt ſte ihre Hand los, wendet ſich; ach der Papa! ſchluchzt ſte, und rennt fort, als ob ein Dutzend wilder Stiere hinter ihr her wären.“

„Aber mein Gott!“ rief ich wieder,„wie konnte nur das Mädchen gar ſo unzart, ſo unweiblich— 4

„Hol Euch der Henker mit Eurem Geſchwätze!“ rief Doughby ungeduldig.„Glaubt Ihr, ein Mäd⸗ chen, das zittert vor Lebensluſt und heißem Blute, iſt von Stein, und nicht Fleiſch und Blut, wie Ihr und ich? Sieht Euch da mit Eurem Weibe koſen, girren, und den trockenen, ledernen Richards auch, und hat die Ausſicht bei dem ausgemergelten, verfaulten Creolen alle Tage ihres Lebens die Krankenwärterin zu ſpielen. Glaubt Ihr, ein Mädchen liebt ſo etwas?“

Das war es. Aufgeregte Sinnlichkeit auf der einen Seite, Furcht und Abſcheu auf der andern;