Teil eines Werkes 
10. Theil, Lebensbilder aus der westlichen Hemisphäre : in fünf Theilen (1846)
Entstehung
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tung ſchien uns allmählig ſanft zur Ruhe wiegen zu wollen— als unſer ſchwimmendes Haus plötzlich einen Stoß erhielt, der alle Fugen des gewaltigen Baues durchdröhnte, und die Gläſer und Bouteillen wie Kartenhäuſer an einander warf. Die beiden Franzoſen flogen wie Bälle von ihren Sitzen, unſere Damen wechſelten die Farben und lächelten, aber auf eine Weiſe, die verrieth, daß, obwohl vorbereitet auf ſolche Warnungen des Flußgottes, das Herz doch ein wenig zu klopfen begann. Der Scherz war auf ein⸗ mal gewichen, und die Stimmung Aller ſolenn ge⸗ worden.

Es iſt immer eine eigene Empfindung, die uns bei ſolchen Gelegenheiten anwandelt; ein Gefühl, deſſen ſich auch der Stärkſte nicht erwehren kann, zwingt ſich ihm wider Willen auf, ſo wie er gewahr wird, daß ſeine Kraft hier ihre Schranken hat, daß er ſich einer unſichtbaren Gewalt anvertraut, die nicht mit ſich ſpielen läßt. Wie wir ſo ſaßen zwanzig Fuß über den grollenden Wogen, die ſchäumend zu uns heraufbrausten, und hinabſchauten in den dreihundert Fuß tiefen Strom, und wieder hinüber in die reichen Gefilde, die ſich in meilenweiter Entfernung von den