Teil eines Werkes 
10. Theil, Lebensbilder aus der westlichen Hemisphäre : in fünf Theilen (1846)
Entstehung
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die Stirn in unzählige Falten fuchsartig gerunzelt, das rothgraue funkelnde Auge ſcheinbar ruhig und doch ewig umherrollend, nun auf die Hinterwäldler, wieder wie nachdenkend auf die Waarenkiſten ſchielend, die Lippen ſcharf zuſammengepreßt; die ganze dürre, aber knochige Geſtalt in einer Attitüde, von der es ſchwer zu beſtimmen war, ob ſie ſich zum Predigen, zum Singen oder zum Schulmeiſtern anſchicke. Der Mann mochte etwa dreißig Jahre zählen, war aber trocken wie Leder; er hatte eine Rolle Kautabak in der einen Hand, eine Rolle Seidenbänder in der an⸗ dern, die aus einer halbgeöffneten Kiſte genommen waren, aus denen Hauftirartikel in bunter Mannig⸗ faltigkeit herausglänzten. Neben dieſer Kiſte lagen zwei andere, und dicht bei einer derſelben ein heulen⸗ der Neger, die rechte Schulter und den linken Fuß abwechſelnd kratzend, aber aller Wahrſcheinlichkeit nach weit entfernt, den Laufpaß in die Ewigkeit er⸗ halten zu haben. Wie der Yankee⸗Hauſirer nun die Hand hob, und dem heulenden Neger Stillſchweigen gebot, nahm das Geſicht allmälig jenen ernſten, ſtei⸗ fen, und wieder drollig verſchlagenen Ausdruck an, der dieſe doppelt deſtillirten Hebräer unwillkührlich