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Mädchen: züchtig, klug, thätig, reizend und munter; unter ihren Händen gedeiht, wächst Alles; die Nege⸗ rinnen behandelt ſie wie Schweſtern, die Männer wie Brüder. Alle dieſe Gründe jedoch waren mir erſt jetzt klar geworden; noch geſtern dachte ich des Mäd⸗ chens ſo wenig wie des Großſultans; der Gedanke, ſie zur Frau zu nehmen, war wie ein Lichtfunke durch mein Gehirn gefahren. Wird mich dieſer Lichtfunken nie reuen? Ihre erſten Tage werden wahrlich keine Honigmonde in meiner Wildniß ſeyn.—
Es war Nachmittags vier Uhr, als ich in dieſer anlangte. Beinahe wäre es mir wieder wie das letzte⸗ mal gegangen; ich kannte meine Pflanzung nicht, wirklich nicht. Die ungeheuern von Sturm entwurzel⸗ ten Stämme, die, acht bis zehn Fuß im Durchmeſſer dick, vor meiner Wohnung chaotiſch gelegen, waren verſchwunden; mein Garten neuerdings, nur ver⸗ größert, mit einer eleganten Umzäunung verſehen; um die Vorderſeite des Hauſes hatte ſich eine Veranda erhoben, an der zwei fremde Schwarze arbeiteten.
Ich ſtieg aus; der junge Menou kam mir zufrieden lächelnd entgegen. Ich ſchüttelte ihm die wackere


