—= 256 6—
Nun, dieſer Salon iſt wirklich elegant. Am pracht⸗ vollen Inſtrumente ſitzt die fremde Dame, die einen Cotillon ſpielt, Julie hat ſich bereits mit dem Papa arrangirt, mir fällt Louiſe zu, und Don Silveira hat die Ehre des Hauſes.
Und ſo ging es denn bis zwölf. Der Ball war juſt im beſten Gange, als Menou lächelnd vor mich hintrat.
„Voilaà notre manière créole; mais e'en est assez. Das iſt unſere Lebenswürze,“ fuhr er fort;„Alles hat ſeine Zeit: Plappern, Scherzen, Tändeln, Arbei⸗ ten, Beten und T anzen. Der wahrhaft Vernünftige weiß Alles ſo zu vereinigen, daß das Erſte dem Letzten nicht Eintrag thut. Bloß auf dieſe Weiſe kann unſer einſam häusliches Leben erträglich und glücklch wer⸗ den; wir haben nie Langeweile.— Gute Nacht!“
VIIII. Sehr unerwartet.
So verliefen acht volle Wochen wie eben ſo viele Stunden. Ich war ganz heimiſch in dem Kreiſe dieſer


