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wie die Tochter Jephtas, blaß und reſignirt: ein leichtes Zittern bebte durch die anziehende Geſtalt, und in ihrer Begrüßung war ſüßer Schmerz und ſchmachtende Sehnſucht nach dem fernen Geliebten unverkennbar. Der Abſtand war allerdings grell zwiſchen dem fünfzigjährigen Moreland, der kalt und zäh und breit und roth da ſaß, und dem windigen Staunton, der von Auſtern und Roſinen lebte, und ſich höchſtens in Bulwer's Novellen betrank. Ich hatte dem zarten, ſo eben beſchriebenen Gebilde die Tales of my Grandfather ²) mitgebracht.
„Walter Scott!“ rief ſte mit lieblich verſchmelzen⸗ der Stimme.„Ach! der gemeine Menſch weiß auch nicht ein Wort zu ſagen,“ flüſterte ſie mir nach einer Weile zu.
„Warten Sie nur,“ tröſtete ich ſie;„Si wiſſen ja, daß derlei Affären zuerſt immer Jangpartien**)
*) Tales ofmy Grandfather, Erzählungen eines Groß⸗ vaters, von Sir Walter Scott.
**) Ja aern e, buchſtäblich eine Balkenpartie.— Bekannt⸗ lich ſitzen Geſellſchaften im Winter in einem Halhzirkel um den Feuerplatz, deſſen oberer Marmorbalken Jam genannt wird. Eine /langweilige Geſellſchaft, die daher den Balken anſieht, wird J uuſer genannt.


