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Madame Veſtris. Alles das hatte mich ſchweres Geld gekoſtet. Der Gedanke jedoch, es gehe zu Han⸗ den des ſchönſten Mädchens von Newyork, hatte mich noch immer getröſtet; einmal mußte ſie ſich doch erge⸗ ben! Wirklich hatte mir auch das Glück ſchon zwei Mal gelächelt; ein Mal nämlich, als wir auf der Niagara⸗Brücke*) ſtanden, und in die tobenden Ge⸗ wäſſer hinabſtarrten, da durfte ich meinen Arm um ihren Leib ſchlingen, um ſie vor dem Schwindeln zu bewahren, und wäre darüber beinahe ſelbſt in den Strom hinabgeſtürzt. Ferner gelang mir daſſelbe Wageſtück bei den Trentonfällen.**) Das war aber auch Alles ſeit den eilf Monaten, die ich in Newyork vergeudet, und die wahrlich meinen Beutel nicht ſchwerer gemacht. Südländer ſind nun ſchon gewiſſer⸗ maßen hier wie die Gimpel oder Robbins***) be⸗ trachtet, die ſo eben fett gemäſtet ankommen, zum Frommen heirathsluſtiger Nordländerinnen, von
*) Niagara⸗Brücke, eine Brücke, die von der amerikani⸗ ſchen Seite des Fluſſes zur Inſel führt, welche den Fall in zwei ungleiche Hälften theilt.
**) Trentonfälle, Romantiſche Waſſerfälle, unweit Bals⸗ ton, einer mineraliſchen Quelle. **n) Robbins, Rothkehlchen.


