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Fäden, ſehen Sie, lieber Morton, dieſe Fäden, ſie ſind verſchiedenartig. Sie ſind der blinde Glaube, Dummheit, Mangel an Nachdenken, Gewohnheit, Leidenſchaft, vorzüglich aber das liebe Geld. Haben Sie dieſe Fäden geſponnen, und mit den Menſchen ſelbſt in Verbindung geſetzt, und ſie an ihre Leiden⸗ ſchaften und Bedürfniſſe gekettet, dann können Sie ſie hinziehen, wohin Sie wollen. Es iſt eine eigene Sache um dieſe Fäden, und die Bedürfniſſe, an die man ſie knüpfen, oder die man mit ihnen erzeugen kann. Ihr Amerikaner nun werdet durch Bedürfniſſe regiert, die wieder ganz das Gegentheil von den der barbariſchen Koſacken ſind; je mehr Ihr Bedürfniſſe habt, deſto weniger ſeyd Ihr frei, deſto mehr werdet Ihr Unterthanen. Sehen Sie, merken Sie, das iſt beiläufig, was ich Regierungskunſt nenne. Wir haben die Fäden oder vielmehr den Hauptfaden in der Hand, wiſſen ſte und ihn mit den Menſchen in Verbindung zu bringen, regieren ſo auf unſere eigene Weiſe. Doch wir haben keine Zeit zu philoſophiſchen Erörterungen. Müſſen jedoch Alles hören, Alles wiſſen. Pah! haben mir da einen Brief vom wackern Oberſten Isling gebracht, einem alten Freunde von mir, und


