— 116—
ſich aber zum Loͤſegeld mit einigen Schillingen
begnuͤgt; ich ſinde nicht fuͤr noͤthig deßhalb den
Generalprofos zu bemuͤhen.— Kommt lieber Waverley!?“ 1
„Waverley!“ ſchrie der Engliſche Officier, mit dem Ausdrucke der heftigſten Bewegung. „Waͤret Ihr Sir Eberhards Neffe?“
„Ja Sir!“ erwiderte unſer Held nicht ohne Beſtuͤrzung.—
„Daß ich Euch antreffe freut— und betruͤbt mich!“— 5
„Ich weiß nicht, Sir! womit ich Beides von Euch verdiene!“
„Hat Euch Euer Oheim niemals etwas von ſeinem Freunde Talbot geſagkt?“
„Sehr oft, und ſtets um dieſen Edelmann zu loben.— Ich glaube er iſt Obriſter, hat Miß Emilie Blandeville geheirathet, und be⸗ findet ſich auf dem Feſtlande.“.
„Ich komme dort her, und als ich nach
Schottland kam, glaubte ich auf meinem Po⸗
ſten zum Nutzen meines Vaterlandes zu ſeyn.
Ja, lieber Sir Waverley, ich bin der Obriſte Talbot: ſtolz bin ich darauf, zu bekennen daß ich der Großmuth Eueres ehrwuͤrdigen Oheims Sir Eberhard's meinen Rang, mein Gluͤck und meinen Wohlſtand verdanke. Grober Gott!
—


