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unfoͤrmlichen Verſchanzung aus der Kindheit der Vertheidi⸗ gungskunſt oder gar aus der grauen Vorzeit aͤhnlich erſchien. Doch feſſelte auch jetzt noch ſeine Aufmerkſamkeit mehr das bunte Treiben im innern Raume. Indem er die wunderba⸗ ren Geſtalten, die rothen Geſichter der Mehrzahl, die Leiden⸗ ſchaften, welche ſich auf faſt allen Geſichtern ſpiegelten, mit den Augen verfolgte, konnte er ſich nicht enthalten, folgende Betrachtungen anzuſtellen: 3
Iſt es moͤglich, daß eine ſo friedliche Handlung, welche, da ſie des Menſchen Gedanken auf ſein eigenes, endliches Schickſal fuͤhrt, unſern ganzen Ernſt erwecken, und die Ge⸗ danken vom Zeitlichen auf das Ewige abziehen ſollte, in einen ſo rohen, erbaͤrmlichen Streit um eine Kleinigkeit ausgeht! Iſt es nicht erniedrigend, wenn man, zur Froͤhnung einer aͤußern Sitte, ſo alle Sittlichkeit verhoͤhnt, und fremde Leute, ja ſogar Schauſpieler dingt, um fuͤr ein geliebtes Haupt zu trauern? Ein Gluͤck, daß die Anverwandten des Geſtorbenen nicht mehr dieſer fuͤrchterlichen Seene beigewohnt haben. Die griechiſchen Klageweiber waren noch immer eine beſſere Einrichtung, da jedermann es voraus wußte, daß ſie nur fuͤr Geld ihr Jammergeſchrei erhoben, und kein veraͤchtlicher Be⸗ trug, wie hier, mitunter lief!— Die Leidenſchaftlichkeit beim Zanke hatte die Maske, mit welcher die meiſten derer, welche mit der Leiche gezogen waren, ſich bedeckt hatten, fallen laſ⸗ ſen, und Bertram bemerkte von ſeinem erhoͤhten Standpunkte aus,— die Natur hatte ihm ein gutes Auge geſchenkt,—


