Teil eines Werkes 
1. Band (1825)
Entstehung
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Beide tauſchten ihre Plaͤtze. Aber ſelbſt auf der Tonne fehlten bald dem jungen Mann die Kraͤfte Er krallte ſich darauf feſt. Der Sturm wurde immer furchtbarer, und mehr⸗ mals vergingen ihm die Sinne, als er von der haͤuſerhohen Welle in den tiefen Abgrund geſchleudert wurde, bis er end⸗ lich mitten im ſtillen Gebet bei einem furchtbaren Stoße die Beſinnung verlor.

Die Natur iſt guͤtig auch in ihren Schreckniſſen. Wenn ſich das ihm Furchtbare ſo anhaͤuft, daß des Menſchen Kraft es nicht mehr zu faſſen vermag, ſo lindert eine Betaͤubung ſeinen Schmerz. Beim Erwachen treten alsdann zwar alle die ſchrecklichen Erſcheinungen ihm wieder vor Augen, er hat aber neue Kraft geſammelt, und es iſt ja die ſchoͤne Beſtim⸗ mung des Menſchen, im Zuſtande der Beſonnenheit durch den Geiſt uͤber die Schrecken der Natur zu ſiegen.

Als der Schiffbruͤchige aus der Betaͤubung erwachte, hoͤrte er nicht mehr die See um ſich toben, und fuͤhlte ſich nicht mehr von ihren Wellen geſchaukelt. Es war noch fin⸗ ſter um ihn, aber nicht jene große Nacht, welche die ſtuͤr⸗ menden Elemente gebildet hatten, ſondern die Dunkelheit einer niedrigen Huͤtte begegnete zuerſt ſeinem Auge. Lange Zeit blickte er ſtumpf und ſtarr auf das Gebaͤlk der Decke, an welchem einige Lumpen und Fiſche, vermuthlich um zu trocknen, aufgehaͤngt waren, und von der Zugluft beſtaͤndig geſchaukelt wurden. Dieſe einfoͤrmige Bewegung, welche fuͤr Andere, gleich dem Ticken einer Wanduhr, zum Schlaflied