Teil eines Werkes 
3. Band (1825)
Entstehung
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Stoͤre ich Sie vielleicht hier in Ihren Meditationen rief Bertram aus, und machte Miene, aufzuſpringen, ſo will ich gern den Platz einraͤumen.

Keinesweges bitte, beſter Herr Bertram, geniren Sie ſich nicht thun Sie, als waͤre Thomas Malburne nicht gegenwaͤrtig ich ſtoͤre Niemanden in ſeinen dichteriſchen Erguͤſſen wie weit ſind Sie?

Bertram ſah ihn errroͤthend groß an, und ſagte darauf mit dringender Stimme: Herr Malburne! Es iſt Zeit, daß wir ernſtlicher mit einander reden. Unaufhoͤrlich verfolgen Sie mich in nieinem geheimſten Treiben. Wiſſen Sie, wer ich bin? Wofuͤr halten Sie mich?

Beſter Herr Bertram! Woher ſo in Affekt? Das ſcha⸗ det, beſonders in der Morgenluft; der Abend, vorm Zubette⸗ gehn, laſſ' ich's paſſiren, da ſchwitzt man es in den Kiſſen wieder aus; aber darum muß ich Sie dringend bitten: Spa⸗ ren Sie die Affekte und Effekte!

Ich fordere die Stimme der Wahrheit⸗

Auch die iſt gefaͤhrlich bei unvorſichtigem Gebrauch. Die angeblichen Ritter der Wahrheit ſind gewoͤhnlich Prie⸗ ſter der Goͤttin Grobheit. Junge Dichter und Enthuſiaſten verfallen oft in den Fehler, wenn ſie der nackten Wahrheit nachjagen, alle Wahrheit der Erſcheinung zu ſchanden zu ma⸗ chen; darum waͤre meine unmaßgebliche Meinung, daß mein verehrteſter Freund

Weshalb ich? unterbrach ihn Bertram aͤrgerlich.