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bekleidete. Selten kam ihm ein Verbrechen vor, nie lag es ihm ob, zu ſtrafen, ſondern nur Buße zu predigen. Seine Pfarrkinder wett⸗ eiferten unter einander, ihm Liebe und Achtung zu bezeigen, und vor ihm ſorgfältig Alles zu verbergen, was ihn nur irgend betruͤben konnte. Es war gleichſam zum Sprichworte unter ihnen geworden, daß ſie ſagten, der Major habe von allem Boͤſen, der Pfarrer hingegen von allem Guten, das im Kirchſpiele ſich zutrage, die genaueſte Kenntniß. Seine Liebe zu den ſcho⸗ nen Wiſſenſchaften, welche geziemend den Pflich⸗ ten ſeines Amtes untergeordnet war, erwarb
ihm bey Gebildeten ungemeine Achtung. Sein
Geiſt war lebhaft, ja ſogar etwan Iſchwaͤrmeriſch. Der fruͤhe Verluſt einer liebenswuͤrdigen, jungen Gattinn und eines Sohnes, der ſeiner Mutter bald in dir Gruft nachgefolgt war, hatte ihn ſchwermuͤthig gemacht und Liebe zum Nachden⸗ ken eingefloßt; und es war daher nicht zu ver⸗ wundern, daß die Gefuͤhle, welche ſich in die⸗ ſem Augenblicke ſeiner bemeiſterten, gaͤnzlich von denen eines eifrigen Presbyterianers, ſtrengen Friedensrichters oder unempfindlichen Hofmanns abſtachen.
Als ſich die Bedienten entfernt hatten, und ſie bey ihrer Flaſche mit Bordeauxer allein


