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Viertes Kapitel.
Schilderung der Schweſter des Häuptlings.
Das Vorzimmer von Flora Mac⸗Jvor war auf die einfachſte und ſparſamſte Weiſe meublirt. Man hatte ſich in der Familie Glennaquvich ein Geſetz daraus gemacht, allen Ausgaben des Lurus zu entſagen, damit der Haͤuptling ſtets die Mit⸗ tel beſitzen maͤge, eine edle, faſt verſchwende⸗ riſche Gaſtfreyheit zu uͤben, um die Zahl ſeiner Parteyganger und Vaſallen zu vermehren. Man bemerkte jedoch dieſelbe Sparſamkeit nicht in ihrem Anzuge, der eben ſo reich als zierlich war; man erkannte die Franzoͤſiſchen Moden ſelbſt in der einfachſten Kleidung der Hochlaͤn⸗ derinnen, und der reinſte Geſchmack hatte dieſe angenehme Vermiſchung geleiret. Ihr Haar war nicht durch das Eiſen eines Haarkraͤuslers entſtellt, es fiel in langen Locken uͤber ihren Buſen; eine Art von goldnem, mit Diaman⸗ ten beſetzten Diadem erhob ihre Ebenholzfarbe; ſie hatte dieſe Art Kopfputz nur angenommen, um nicht gegen die Begriffe der Hochlaͤnder zu verſtoßen, welche nicht leiden moͤgen, daß ein Frauenzimmer, die keine Wittwe iſt, den Kopf mit Etwas bedeckt.


