Teil eines Werkes 
2. Theil (1822)
Entstehung
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Zweytes Kapitel.

Behauſung eines Haͤuptlings.

Als der ſcharfſinnige Licentiat Francisco de Ubeda ſeine Geſchichte von der Pizara Juſti⸗ nia Diez anfing, welche, im Vorbeygehn ge⸗ ſagt, eines der ſeltenſten Spaniſchen Buͤcher iſt; Francisco de Ubeda, ſag' ich, apoſtrophirt ſeine Feder auf's haͤrteſte, weil ihr Schnabel ſich mit einem Haare belaſtet hat.Tochter der Gans, ſpricht er,Du biſt nicht weniger unbeſtaͤndig, wie deine Mutter, die ſich eben ſo auf der Erde, wie in der Luft, und im Waſ⸗ ſer gefaͤllt. Ich unterfange mich, Dir, gliebter Leſer, zu verſichern, daß ich weit entfernt bin, eben ſo zu denken. Ich wollte, daß meine Fe⸗

der jene Unbeſtaͤndigkeit beſaͤße, uͤber die ſich der Licentiat beſchwert, daß ſie leicht vom Ernſt⸗ haften zum Suͤßen, von Scherzhaften zum Strengen uͤbergehen, eine Beſchreibung oder eie nen Dialog verlaſſen koͤnnte, um einen Charak⸗ ter zu zeichnen. Wenn man meiner Feder kei⸗ nen andern Vorwurf macht' als den, veraͤnder⸗ lich zu ſeyn, wie ihre Mutter: ſo wuͤrde ich mir ſehr aufrichtig Gluͤck dazu wuͤnſchen, und Alles laͤßt mich glauben, daß du deßhalb nicht