Teil eines Werkes 
2. Theil (1822)
Entstehung
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ſeine Geſichtszuͤge hatten ſo wenig von jener Roheit, die den Bergbewohner bezeichnet, daß man ihm in jedem andern Lande fuͤr einen ſehr ſchöͤnen Man gehalten haben wuͤrde. Die kriegeriſche Form ſeiner 2 kuͤtze, uͤber die ſich eine einzige Ablerfeder, als Zeichen der Aus⸗ zeichnung empor hob, gab ſeinem maͤnnlichen Geſicht einen großen Ausdruck; zahlloſe Locken von ſchwarzen Haaren erhoben ſeine Schoͤnheit noch mehr. Eine offene, gefällige Miene vollendete den erſten Eindruck eines eben ſo gehaltvollen als anmuthigen Aeußern, indeß wuͤrde ihn ein ge⸗ ſchickter Phyſiognom, bey naͤherer Betrachtung nicht ganz befriedigend gefunden haben; ſeine Hoͤflichkeit, wiewohl ſie einfach und hoͤchſt na⸗ tuͤrlich zu ſeyn ſchien, kuͤndigte dennoch an, daß ihm das Gefuͤhl ſeiner Ueberlegenheit nicht fehlte; oft verrieth ein unwillkuͤhrliches Zucken mit den Augen ſeinen hochmuͤthigen, ſtolzen, rachſuͤchtigen Character; ihr Ausdruck war um ſo ſtärker, da man ſah wie er ſich nach Gefallen beherrſchte. Kurz, ſein Anblick glich den ſchoͤnen Sommertagen, die, ſo reitzend ſie auch ſind, durch ſichre wiewohl kaum bemerk⸗ bare Symptomen anzukuͤndigen ſcheinen, daß noch vor Nachts der Donner zuͤrnen werde. Fer B 2