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bezeichnet⸗ der Dichter. Jeder anſehnliche Haͤuptling hatte deren einen oder mehrere in ſeinem Dienſt, und dieſe Stelle war ge⸗ woͤhnlich erblich. Der ſcharfſinnige Cooper Walker hat eine Sammlung merkwuͤrdiger Notizen uͤber dieſelben in ſeinen historical Memoirs of the Irish Bards zuſammenge⸗ ſtellt. Es gab auch wandernde Barden von minderm Rang: aber alle wurden in Ehren gehalten. Die Englaͤnder, welche ſie als die Erwecker des Geiſts der Nationalunabhaͤngig⸗ keit betrachteten, waren ſehr geneigt, dieß Dichtergeſchlecht auszurotten, wie Eduard I. in Wales gethan haben ſoll. Spenſer, ob er gleich ihrer regelloſen Dichtkunſt einiges Verdienſt einraͤumt, als:„duftend von lieb⸗ lichem Witz und gut gedacht, und voll an⸗ muthiger Blumem ihres angebornen Talents,“ verdammt gleichwohl ſtreng ihre Poeſie, weil ſie ſich herablaſſe;„Unſittlichkeit und Laſter zu verſchoͤnen“ Der Hofminſtrel ward ſelbſt zu dem Gaſtmahl des Fuͤrſten, dem er diente, gezogen, und ſaß an ſeiner Tafel. Es war dies eine von den Gewohnheiten, von der


