Teil eines Werkes 
2. Theil (1822)
Entstehung
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ihrem Moͤrder blickend, in den Arm ihres Bruders, auch er war ermordet!— Er, der im Geheim gekommen war, ſie zu ſehn und uns mit ſeinem Vater auszuſöhnen!

Alles floh vor meiner Wuth; der Elende zuerſt, der meine Eiferſucht mit Tuͤcke ge— naͤhrt hatte, er ſuchte in fernen Gegenden meiner Rache ſeines Verbrechens zu entrin⸗ nen. Die Art und Weiſe dieſes Mordes ward nur wenigen bekannt, meine Schuld niemand, mein treuer Burgvogt erſann taͤu⸗ ſchende Maͤhrchen, man errieth den nicht, aus deſſen ungeuͤbter Hand der ungluͤckliche Pfeil entſlohn ſeyn ſollte. Ich ſtand unan—⸗ getaſtet vom Menſchengeſetz, aber Gott hoͤrte das Geſchrei des vergoßnen unſchuldigen Blutes! Daher die finſtre Nacht meiner Seele! die fuͤrchterlichen, ſchwer zu erklärenden Erſcheinungen, die Traͤume, die meinen Schlaf ſtören, von Pfeilen, Gefaͤngniſſen, Ketten und Schande!—

Als ich zu milderm Weh erwachte, it ich nach meinem Kinde in der Wiege— habe ich nicht ſchon geſagt, daß es ein