Teil eines Werkes 
2. Theil (1822)
Entstehung
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ich wollte das Leben abſtreifen, muͤßte ich nicht meinem Herrn die Ketten tragen hel⸗ fen! ſo dachte Redmond bei ſich ſelbſt und nicht leichter war das Herz ſeinee Neben⸗ buhlers. Wilfrid, deſſen großmuͤthige Seele es verachtete, von einem Unfall Nutzen zu ziehn, ſah aus mehreren Zeichen, daß ohne dieſes Huͤlfsmittel ſeine Hoffnung vergeblich war. Endlich unterbrach Mathildes ſuͤße, ausdrucksvolle Stimme die finſtern Bilder ihrer Seelen und machte ihre Schwermuth fliehn, wie des Zephyrs Hauch den Nebel. Ich darf es meinen Freunden nicht erſt ins Gedaͤchtniß rufen, ſprach Mathilde daß der Lord von Mortham meines Vaters Schloß vermied. Als ein Mann voll ſchiwei⸗ genden Wehes, immer aͤngſtlich zuruͤckgezogen, bezeigte er mir Armen gleichwohl ſtets die vertrauende Liebe eines Blutsfreunds. Mei⸗ ner ſchwachen Bemuͤhung gelang es zuweilen, eine Zeitlang die Wolken des Kummers ihm zu zerſtreuen, allein öftrer meine Macht be⸗ kämpfend, bezeigte er nur eine tiefre Ver⸗ zweiflung. Eine betruͤbte, von Riemand B 2