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nie Bertrams Herz zarte Gefuͤhle gekannt,
tung und ſelbſt beim Blutvergießen nicht zu ſtoͤrender Gleichmuth lag auf dieſer braunen Stirn— verbrecheriſche Leidenſchaften waren eingegraben mit unauslöſchlichen Zuͤgen auf dieſem Geſicht. Alles, was den Irrſalen der fruͤhen Jugend eine Art Reiz verleiht, Luſt, thörichtes Selbſtvergeſſen ſind mit Ber⸗ trams Jugend verſchwunden, aber der blu menberaubte Saamen des Laſters wuchert noch in ihm. Hätte der Boden, in dem er liegt, in des Lebens Fruͤhling die Wohlthat einer ſanften Bearbeitung empfangen, ſo haͤtte er Kraft genug in ſich gehabt, weniger bittre Fruͤchte hervorzubringen. Zwar haͤtte
aber ſeine Verſchwendung waͤre Wohlthaͤtig⸗ keit, ſein Gölddurſt den jene erregte, Durſt nach Heldenruhm und ſein Stolz— Tugend worden.
WVie er jetzt war, los vom Zwang des Gewiſſens, befleckt mit groben Verbrechen und Blutvergießen, beſaß er noch eine ſo verwegne Seele, daß ſie zuweilen den edlen Aufſchwung uͤber ſich ſelbſt unternahm. Ein


