Teil eines Werkes 
1. Theil (1822)
Entstehung
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B. Sommermond glänzt am Himmel,

aber heftig brauſen die Winde; die uͤber des Mondes Antlitz hinziehenden Wolken wech⸗ ſeln die Farben, indem ſie ihn bedecken. Wechſelnd ſtrahlt und verſchwindet ſein Licht an den Thuͤrmen von Barnard und auf den Wellen des Tee; gleich dem ſchrecklichen Traumbilde, welches den Strafbaren ſtoͤrt, deſſen Schlummer Furcht und Gewiſſensbiſſe

umlagern, ploͤtz lich, wie als Scham, er

roͤthet der Mond und bald gluht er wie im dunkeln Zornfeuer: der Schatten des Gewölks flieht und kommt, wie die ſich draͤngenden lebhaften Vorſtellungen im Traume; dann, wie von truͤbem Kummer die Seele, vih des Himmels Heiterkeit umhällt und ver ſchwindet im Dunkel wie die Verzweiflung.