Teil eines Werkes 
7. Theil (1832)
Entstehung
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15 raſſe ſicher glauben, wann ihr euch zwiſchen mir und dieſem treuen Sklaven da befindet? Verzeiht mir, ſagte Urſel, aber laßt mich mein

Geſicht nach jener ſteinernen Mauer wenden, denn

ich vermag nicht den Anblick dieſes ſchwachen Werkes

von Meſſingdraht zu ertragen, welches mich allein

von dieſem Abgrunde trennt. So nannte er das eherne Gelaͤnder, welches ſechs Fuß hoch war und eine

verhältnißmäßige Dicke hatte. Bei dieſen Worten er⸗

griff Urſel heftig den Arm Dubans, obwohl er jünger und ſtärker als der Arzt war, und ſetzte zitternd und langſam ſeine Füße vor einander, als wenn ſie von Blei geweſen wären⸗ Endlich erreichte er die Glas⸗ thüre, bei welcher eine Art Bank war, und ſetzte ſich auf dieſelbe. Hier will ich bleiben, ſagte er.

Und hier, ſagte Duban, will ich euch von Seiten des Kaiſers Dinge ſagen, auf welche es gut iſt, daß

ihr vorbereitet ſeyd, ihm zu antworten. Ihr werdet

erfahren, daß er euch die Wahl zwiſchen der Freiheit und der Gefangenſchaft läßt; aber er macht euch zur erſten Bedingung, daß ihr dem ſüßen, aber ſtrafbaren Vergnügen der Rache entſaget, welches, ich kann es

euch nicht verbergen, das Schickſal euch zu vergönnen geueigt ſcheint. Ihr wißt, daß euch der Kaiſer wit

eiferſuͤchtigem Auge angeſehen hat; ihr wißt, welche uebel ihr auf ſeinen Befehl erlitten habt; koͤnnt ihr ihm alles Vorgefallene verzeihen?

Erlaubet mir, daß ich meinen Kopf in meinen Man⸗